Freundschaft

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Sucher der transzendentalen Wahrheit. Ich möchte ein Vortrag über Freundschaft halten, was das Motto von Texas ist. Freundschaft ist sehr wichtig in allen Phasen unseres Lebens. Freundschaft ist die Brücke zwischen zwei Menschen. Freundschaft ist die Brücke zwischen Himmel und Erde. Freundschaft ist die Brücke zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten.

Hier auf Erden probieren wir mit unseren Mitmenschen Freundschaft zu schließen. Manchmal haben wir Erfolg, manchmal nicht. Aber auch wenn wir Erfolg haben, stellt uns diese Freundschaft nicht vollkommen zufrieden. Dann gehen wir tief in uns hinein und entdecken unseren ewigen Freund, Gott, unser innerer Lenker. Gott und jeder einzelne auf Erden sind ewige Freunde. Aber nur wenn wir zu streben beginnen, begreifen wir diese Wahrheit.

Es gibt drei Arten von Freundschaft: tierische Freundschaft, menschliche Freundschaft und göttliche Freundschaft. Die Freundschaft, die uns ausnutzt; ist tierische Freundschaft. Die Freundschaft, die zwei Personen gegenseitig hilft ist menschliche Freundschaft. Die Freundschaft, die vorbehaltlos gibt, die wie auch immer ohne Vorbehalt gibt, ist göttliche Freundschaft.

Freundschaft kann entstehen durch Notwindigkeit oder durch Grosszügigkeit. Wenn zwei Menschen in der Wunschwelt sind, ist ihre Freundschaft aus der Notwendigkeit gegründet. Aber wenn einer in der Wunschwelt ist und der andere in der Strebsamkeitswelt ist, müssen wir wissen, dass die Freundschaft vom Strebenden auf Grosszügigkeit gegründet ist, währen die Freundschaft von der wünschenden Person auf Notwendigkeit gegründet ist.

Wünsche haben nie endende Forderungen. Ihr Hunger kann nie gestillt werden. Es spielt keine Rolle wie viel Erfahrungen oder Besitztümer angehäuft sind, es kommt doch keine Zufriedenheit in das Herz des Wünschenden. Strebsamkeit hat auch einen ewigen Hunger, aber wenn die Strebsamkeit ein bisschen Friede, Licht und Glückseligkeit erreicht, fühlt sie eine Art von Zufriedenheit, obwohl ein Strebender beabsichtigt das Höchste zu erreichen, die absolut höchste Spitze, obwohl er sich für unendlichen Frieden, Licht und Glückseligkeit, einwenig Frieden, Licht und Glückseligkeit sehnt, befriedigen Licht und Seeligkeit sein dankbares Herz. Aber er weiss, dass die heutigen Errungenschaften nicht abgeschlossen sind. Er schaut nach vorne, oder taucht tief hinein, oder steigt hoch höher am höchsten. Er weiss, er wird in grenzenlosem Masse Frieden, Licht und Glückseligkeit überschwemmt. Zu Gottes Stunde wird Gott dem Strebenden unendlichen Frieden Licht und Glückseligkeit geben.

In unserem gewöhnlichen Leben haben wir zwei Freunde: Angst und Sorge. Die Angst sagt uns: „Bleib in deinem Körper Käfig, wo du sicher bist. Wenn du heraus kommst, werden wilde Tiger dich verschlingen. So komm nicht aus deinem Körper Käfig heraus.“ Der Zweifel sagt uns, dass unser wirklicher Freund unser körperlicher Verstand ist, der Verstand der uns warnt, der uns sagt, dass die äussere Welt wirklich fremd ist. Der Zweifel sagt; „Wenn du der äusseren Welt erlaubst in dich einzutreten, ist das wie wenn du mit einem Fremden verhandelst. Du kannst jeden Moment ausgebeutet, geleert und für immer zerstört werden. Habe in niemanden Glauben auf Erden. Erwarte von niemanden etwas Gutes auf Erden. Du bist dein eigener Erlöser, du bist dein eigener Selbsterlöser und niemand anders. Existiere für dich selbst.

Hier sind wir alle Sucher, so sollen wir an Gott glauben. Wenn es uns heute unmöglich ist zu glauben, können wir mit dem Glauben an uns selbst anfangen. Anstatt zu wissen, dass wir beschränkt und begrenzt sind, lasst uns Glauben an uns selbst haben. Denn diese Beschränkungen von uns können Kraft unseres inneren Schreis transformiert werden. Aber wenn wir an eine ungöttliche Kraft glauben, in eine Kraft die zerstört, dann werden wir nicht nur andere, sondern auch uns zerstören. Etwas Ähnliches geschieht, wenn wir nur an uns glauben. Wir probieren andere zu besitzen. Aber bevor wir die andern wirklich besitzen, sind wir selbst besessen. Nur mit dem göttlichen Glauben besitzen wir nicht. Dort weiten und weiten wir unseren Bewusstsein nur aus. Wir weitern unsere Wirklichkeit aus, wir weitern aus was wir sind und was wir haben. Aber lasst uns mit dem nötigsten beginnen, mit dem Glauben an uns selbst und dann darüber hinausgehen und göttlichen Glauben erreichen. Im göttlichen Glauben sehen wir, dass es auf unserer Reise und in unseren Errungenschaften kein Ende gibt. Wir sind im Fluss von einer sich immer transcendierenden, immer erleuchtenden Wirklichkeit, welche Perfektion ist.

Freundschaft ist Harmonie, Freundschaft ist Frieden, Freundschaft ist Glückseligkeit. Freundschaft ist Harmonie. Gegenseitige Harmonie beseitigt alle dunklen Konflikte. Jeder Mensch hat seine eigene Meinung, aber wenn Freundschaft das bindende Glied zwischen zwei Personen wird, sind alle Konflikte verschwunden und sie werden eins.

Freundschaft ist Friede. Hier heisst Frieden vertrauen. Wenn ich in dich und du in mich vertrauen hast; ist unser gegenseitiges Vertrauen Friede. Ich werde von dir nicht schlecht sprechen und ich werde dich nicht ruinieren; du wirst von mir nicht schlecht sprechen und du wirst mich nicht ruinieren. Im Gegenteil. Ich werde dir geben was ich habe; meine Liebe, meine Sympathie, meine Anteilname, mein Mitleid, meine totale Unterstützung für dich, und du wirst für mich das Gleiche tun.

Freundschaft ist Glückseligkeit. Wenn Freundschaft andauert, offeriert sie Glückseligkeit. Wir sind im Königreich des Himmels, wenn Liebe unsere Wesen überflutet, wenn das Gefühl von Einsein regiert. Und dort ist kein Gefühl von Getrennt sein. Zu dieser Zeit dämmert erleuchtende, erfüllende und perfekte Perfektion in unserem Leben der Strebsamkeit. Vor tausenden von Jahren offerierten uns die Vedischen Seher die Miteilung von Glückseligkeit. Anandadd hy eva khalv imani bhutani jayante

Von Wonne ins Dasein. In die Wonne wachsen wir. Am Ende unserer Reise ziehen wir uns in die Wonne zurück.

Freundschaft ist süss, wenn sie ganz harmonisch ist. Freundschaft ist süsser, wenn sie ganz Frieden ist. Freundschaft ist am süssesten, wen sie ganz Glückseligkeit ist.

Nun, in dem Moment wo wir erwacht sind, kommt unser inneres Licht hervor und weckt uns von unserem Unwissenheitsschlaf von Jahrtausenden. Wir entdecken, dass Angst und Zweifel überhaupt nicht mehr unsere Freunde sind. Unsere wahren Freunde sind; Mut, Unbezwingbaren Mut, und Glauben, grenzenlosen Gauben. Unser innerer Mut sagt uns: „Geh hinaus, schau umher auf den Rest der Welt; alle Bewohner der Erde sind unsere Freunde, unsere Brüder uns Schwestern. Wenn du in deinem Körperbewusstsein bist, bindest du dich. Du limitierst die Möglichkeiten und Potentiale. Die Welt wartet begierig auf deine Ankunft.“ Unser lieber Freund, unser Glaube sagt uns; „Wir kommen alle aus der gleichen Quelle und wir sind für die gleiche Quelle. So, wie können wir vor Anderen Angst haben? Die Quelle ist eines, aber die Eine wollte das Spiel von vielen spielen. Der Baum ist die Quelle, und die Äste, Blühten und Blätter und Früchte sind die Vielen. Wir kamen alle von der gleichen Wurzel ins Dasein. So lasst uns bewusst ungeteiltes Einssein mit allen Menschen herstellen. Lasst uns zusammen singen, zusammen tanzen, und zusammen spielen. Auf diese Weise werden wir den Absoluten Supreme mit unserem universellen Einssein erfüllen und zufrieden stellen.“

Jeder Einzelne hat Glauben in etwas oder an etwas. Wir können nicht sagen, dass jemand überhaupt keinen Glauben hat. Diesen Moment hat er Gauben an Gott, im nächsten Moment hat er vielleicht Glauben an sich und im dritten Moment hat er vielleicht Glauben an irgend jemand oder an irgend etwas. Nun, wenn jemand Glauben an Gott hat, ist er in der Welt von Glauben und Ausdehnung, in der Welt von Unendlichkeit, Ewigkeit und Unsterblichkeit. Wenn er Glauben an sich hat, ist er in der Welt von Wünschen, in der Welt von Besitztum, Limitation, Knechtschaft und Tod. Wenn er weder an Gott noch an sich Glauben hat, dann hat er Glauben in Zerstörung, Weltzerstörung und Selbstzerstörung. Aber er hat immer Glauben, entweder in Gott, oder an sich, oder an ungöttliche Kräfte.

Freundschaft ist Dienst. Den hingebenden Dienst offerieren wir an Mutter Erde und an Vater Himmel. Wenn wir unseren hingebenden Dienst an Mutter Erde offerieren, beten wir zum Lord Supreme uns ein Leben das endlos dauert zu gewähren. Wenn wir unseren hingebenden Dienst dem Vater Himmel offerieren wollen, beten wir zum Lord Supreme uns ein Leben von selbstlosen Dienst zu gewähren. Mit unserem Dienst, erhält der Himmel die Gelegenheit sich hier auf Erden zu manifestieren, und die Erde erhält die Gelegenheit das Höchste, das Absolute zu verwirklichen.

Im spirituellen Leben ist die Freundschaft auf innerer Akzeptanz gegründet. Ein spiritueller Meister und ein Sucher werden kraft ihrer inneren Freundschaft eins. Der Sucher geht zum Meister und sagt: „Meister, ich liebe dich, ich vertraue dir, ich gebe dir mein Leben.“ Der Meister sagt sofort: „Mein Sohn, ich liebe dich, ich vertraue dir, ich gebe dir mein Leben und auch Gottes Leben.“ Der Schüler sagt: “Meister, ich offeriere dir mein feierliches Versprechen, dass ich dem Supreme in dir dienen werde.“ Der Meister sagt: „Sohn, ich offeriere dir mein feierliches Versprechen, dass ich nicht ruhen werde bis ich dich zu unserem Vater, dem Absoluten Supreme gebracht habe. Dein Versprechen ist nur an mich, aber mein Versprechen geht an zwei Personen. Hier auf Erden verspreche ich dir, dass ich dich zum goldenen Ufer vom Jenseits tragen und führen werde. Und das gleiche Versprechen mache ich dem inneren Pilot, welcher unser Meister, mein Meister, der ewige Meister ist; Ihm gebe ich das gleiche Versprechen. Mit deiner Freundschaft wirst du mir geben was du hast: Unwissenheit. Mit meiner Freundschaft werde ich dir geben was ich habe und was ich bin: Weisheitslicht. Das Weisheitslicht hat mir der Supreme aus Seiner unendlichen Freigebigkeit heraus gegeben, und dieses offeriere ich dir. Wenn du denkst, du seiest ein Bettler, dann musst du wissen, dass ich mehr als du ein Bettler bin. Du musst nur an einem Platz betteln gehen, aber meine Bedingung ist bedauerlicher; ich muss an zwei Orte gehen. Ich gehe zu dir mit gefalteten Händen und bitte dich, mir deine Unwissenheit zu geben. Dann gehe ich mit gefalteten Händen zu Gott und bitte Ihn, mir Sein Mitleidslicht für dich zu geben. Ich bin der Bote zwischen dir und Gott. Dies ist die Freundschaft die ich mit Erde und Himmel hergestellt habe. Ich nehme die Schmerzen und die Armut der Erde zum Himmel, zum ewigen Vater im Himmel. Und vom Himmel bringe ich Frieden, Licht und Glückseligkeit für die aufrichtigen Sucher in reichstem Masse herunter.“ Das ist die ewige Freundschaft zwischen Meister und Schüler.

Der Meister sagt noch etwas anderes zu seinem Schüler. Er sagt: „Ich selbst kann nie dein Meister sein. Der wirkliche Meister ist jemand anders; der Supreme, der Absolute Supreme.“ Ein spiritueller Lehrer ist nur der ältere Bruder der Menschheit. Wenn Sucher für das Höchste streben, zeigt ihnen der Lehrer wo der Vater ist. Wenn er ihn einmal zum Vater geführt hat, ist seine Rolle vorbei. Und der Sucher von heute wird der Führer, der Lehrer von der Menschheit von Morgen. Wenn seine Zeit gekommen ist, zeigt er der strebenden Menschheit, seinen jüngeren Brüder und Schwestern, den gleichen Gott, den gleichen ewigen Freund, den gleichen transcendalen Supreme, den sein eigener Lehrer ihm einst zeigte.

March 7th, 1974 9:00 a. m. Student Center, Room 104 Dallas, Texas